Gemeinsam-Einsam

Die Corona-Pandemie greift um sich.

Am 13. März 2020 startet der erste Lockdown. Alles auf Stop!

Das Leben steht still. Die Sonne scheint.

Fast alle sind paralysiert. Die Berichte aus Italien sind erschreckend. Dazu die eigenen Erlebnisse im persönlichen Umfeld. Schnell plant der Vorstand dass Freudentränen lokal helfen will. Vor allem unsere älteren Mitmenschen in Alten- und Pflegeheimen und die Patienten auf den Intensivstationen sind isoliert. Wir tun was gegen die Einsamkeit. Die Aktion Gemeinsam-Einsam wird geboren: Digitale Lösungen für Video-Calls mit den Liebsten und analoges Lesematerial für die einsamen Stunden. 

Digitale Lösungen für Gemeinsamkeit

Analoge Lesehilfe gegen Einsamkeit

Gegen die Einsamkeit der Intensivpatienten in der Isolation

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Unsere neueste Initiative: 

Inspiriert durch einen Bericht von einer Ärztin aus Bergamo (siehe Stern Bericht im Link), die sterbenden Menschen ihren letzten Wunsch erfüllt hat - Kontakt zu ihren Familien und keinen einsamen Tod - möchten wir den isolierten Patienten in Krankenhäusern über Tablets ermöglichen, per Videocall den Kontakt zu ihren Angehörigen aufrecht zu erhalten.

Während der Isolation liegen die Patienten oftmals mehrere Wochen beatmet auf der Intensivstation und der einzige menschliche Kontakt besteht zu Personen in Schutzkleidung, die eine medizinische und pflegerische Versorgung vornehmen. Für persönliche Gespräche bleibt keine Zeit. Im schlimmsten Fall haben Patienten und Angehörige keine Chance mehr sich zu verabschieden und der Patient verstirbt einsam. 

Den oft älteren Patienten fehlt es an digitalen Geräten und Know-how. Deshalb möchten wir den Krankenhäusern Tablets spenden, die für Video calls durch einfache Klicks vorbereitet sind und den Patienten für ein Gespräch übergeben werden. Die Pfleger können den Call für den Patienten starten und das Geräte dann übergeben. So bleibt die zeitliche Belastung gering und die Gesprächsatmosphäre privat.

Die Vorgehensweise ist mit dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in München besprochen worden und startet als Pilotprojekt. Einer Ausweitung  auf weitere Einrichtungen (Krankenhäuser und Pflegeheime) steht dann nichts im Wege. Unserem Standort folgend planen wir, im Raum Krailling/Starnberg zu starten und anschließend weitere Regionen zu versorgen. 

Hinweis zur Kontaktaufnahme:

Kontaktaufnahme bitte per Mail an freudentraenen@outlook.de
 

Wir finanzieren uns ausschließlich aus Spenden und können Mitarbeit und Sachspenden nicht zahlen. Tablets können wir auch nicht im Leihmodell entgegennehmen, da wir das Betriebsrisiko nicht übernehmen können, das mit dem Einsatz in den Krankenhäusern verbunden ist. 

 

"Sie flehen dich an, ihre Kinder und Enkel zu grüßen"

"Wissen Sie, was das schlimmste Gefühl ist?", berichtet Cortellaro. "Zu sehen, wie die Patienten sterben, ganz alleine. Man hört ihnen zu, während sie dich anflehen, ihre Kinder und Enkel zu grüßen." Momente wie diese erleben Cortellaro und ihre Kollegen täglich. Mehrfach.

"Die Covid-19-Patienten kommen allein hier rein. Kein Verwandter kann sie begleiten." Sie spürten instinktiv, wann sie gehen müssten, schildert die Ärztin. "Sie sind bei klarem Verstand, keiner ist betäubt."

Ein Fall in ihrem Krankenhaus hat die Ärztin besonders berührt:

"Da war diese Großmutter. Sie wollte ihre Enkelin sehen. Ich holte mein Telefon heraus und machte einen Videoanruf mit der Enkelin. Die beiden verabschiedeten sich. Wenig später ist die Frau gestorben."

Sie habe inzwischen eine lange Liste mit Videoanruf-Wünschen, so Cortellaro. "Ich nenne es eine Abschiedsliste." Die Ärztin wünscht sich iPads: "Drei oder vier würden ausreichen, damit die Patienten nicht allein sterben müssen."

Wie Sie helfen können ...

Spenden. Für die Beschaffung von Tablets.

Kennwort "Corona"

Konto DE35 7009 3200 0000 5000 38

VR Bank Starnberg

Tablets. Wenn Sie als Hersteller oder Händler Restposten von Vorläufermodellen besitzen, freuen wir uns über Sachspenden. 

Programmierung. Bei der Erstellung der Oberfläche nehmen wir gerne die tatkräftige Unterstützung von "Freelancern" in Anspruch. 

Datenvolumen. Damit die Tablets sofort einsatzfähig sind und keine Folgekosten entstehen, benötigen wir "unlimited free volume" Pakete. Dazu suchen wir die Unterstützung durch Telekomprovider.